{"id":280,"date":"2017-06-12T23:23:30","date_gmt":"2017-06-12T21:23:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sibyllekefer.at\/blog\/?p=280"},"modified":"2017-06-12T23:23:30","modified_gmt":"2017-06-12T21:23:30","slug":"dialektgesang-hat-mich-immer-angezogen-sibylle-kefer-im-mica-interview","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sibyllekefer.at\/blog\/dialektgesang-hat-mich-immer-angezogen-sibylle-kefer-im-mica-interview\/","title":{"rendered":"\u201eDialektgesang hat mich immer angezogen\u201c &#8211; SIBYLLE KEFER im mica-Interview"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.musicaustria.at\/dialektgesang-hat-mich-immer-angezogen-sibylle-kefer-im-mica-interview\/\">https:\/\/www.musicaustria.at\/dialektgesang-hat-mich-immer-angezogen-sibylle-kefer-im-mica-interview\/<\/a><\/p>\n<div class=\"container\">\n<article id=\"post-27704\" class=\"post-27704 post type-post status-publish format-standard has-post-thumbnail hentry category-interviews-portraets category-pop-rock-electronic category-weltmusik tag-dialektmusik tag-oberoesterreich tag-sibylle-kefer\">\n<header class=\"entry-header\">\n<figure class=\"entry-thumbnail post-header\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"attachment-large size-large wp-post-image\" src=\"https:\/\/www.musicaustria.at\/wp-content\/uploads\/Sibylle-Kefer-c-Magdalena-Blasczcuk-750.png\" sizes=\"auto, (max-width: 620px) 100vw, 620px\" srcset=\"https:\/\/www.musicaustria.at\/wp-content\/uploads\/Sibylle-Kefer-c-Magdalena-Blasczcuk-750.png 750w, https:\/\/www.musicaustria.at\/wp-content\/uploads\/Sibylle-Kefer-c-Magdalena-Blasczcuk-750-300x232.png 300w\" alt=\"\" width=\"620\" height=\"479\" \/><figcaption class=\"entry-thumbnail-caption\">Sibylle Kefer (c) Magdalena Blasczcuk<\/figcaption><\/figure>\n<h1 class=\"entry-title\">\u201eDialektgesang hat mich immer angezogen\u201c \u2013 SIBYLLE KEFER im mica-Interview<\/h1>\n<div class=\"entry-meta\"><time class=\"entry-date published\" datetime=\"2017-06-02T10:00:11+00:00\">2. Juni 2017<\/time><\/div>\n<\/header>\n<div class=\"entry-content\">\n<p><em>Fr\u00fcher war sie in Ober\u00f6sterreich Background-S\u00e4ngerin in der Band von BRIAN LEONARD und Fl\u00f6tistin und S\u00e4ngerin bei den AUSEER HARDBRADLER: L\u00e4ngst lebt SIBYLLE KEFER in Wien und schreibt und ver\u00f6ffentlicht ihre eigene Musik. Vor kurzem ist ihre neue CD \u201eHob i di\u201c auf Bader Molden Recordings, dem neuen Label von CHARLIE BADER und ERNST MOLDEN, erschienen.<\/em><span id=\"more-27704\"><\/span><\/p>\n<p><strong>Welche Aktivit\u00e4ten gab es von Ihnen vor der aktuellen CD?<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p><strong>Sibylle Kefer:<\/strong> Ich bin nicht nur Musikerin, sondern auch Musiktherapeutin und ich definiere mich \u00fcber diese beiden T\u00e4tigkeiten. Fr\u00fcher war ich noch bei der Gruppe Ultraschall im Salzkammergut, das war eine Trommelgruppe, bei der ich Fl\u00f6te gespielt habe. Da hat mich Ernst Gottschmann gesehen und so bin ich dann zu den <em>Ausseer Hardbradlern <\/em>gekommen. Ich war dort Background-S\u00e4ngerin und habe Fl\u00f6te gespielt und letztendlich bin ich vor rund 10 Jahren in Ernst Moldens Band gelandet.<\/p>\n<p><strong>Woher haben Sie ihn gekannt?<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p><strong>Sibylle Kefer:<\/strong> Wir kennen einander schon lange, weil Ernst bei meiner Gro\u00dfmutter in Hallstatt Urlaub gemacht hat. Ich habe ihr geholfen, die Betten zu machen, ich kenne ihn also schon sehr lange, seit ungef\u00e4hr 25 Jahren und vor etwa 20 Jahren hat er mich eben in die Band geholt und da bin ich immer wieder dabei.<\/p>\n<p><strong>Neben diesen Beteiligungen: Wann haben Sie begonnen, eigene Lieder zu machen?<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p><strong>Sibylle Kefer:<\/strong> Ich habe inzwischen vier Alben ver\u00f6ffentlicht, das erste vor etwa 10 Jahren, als ich ungef\u00e4hr 30 Jahre alt war. Eigene Lieder zu schreiben war immer schon mein Ding, auch schon als Kind und als Jugendliche und es war auch immer mein Ziel da dran zu bleiben.<strong><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p><strong>Warum hat es so lange gedauert, bis Sie Ihre eigene Musik ver\u00f6ffentlicht haben? Eine Deb\u00fct-Platte im Alter von 30 Jahren zu machen, ist ungew\u00f6hnlich sp\u00e4t.<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p><strong>Sibylle Kefer:<\/strong> Das hat sicherlich damit zu tun, dass ich mit 22 Jahren ein Kind bekommen habe und begonnen habe als Musiktherapeutin zu arbeiten. Mit\u00a0 den Hardbradler und anderen Musikprojekten war ich ausgelastet und es hat sich gar nicht die Frage gestellt, meine Musik fr\u00fcher zu ver\u00f6ffentlichen. Aber der Weg dorthin war klar.<\/p>\n<p><strong>Ein St\u00fcck auf der neuen CD hei\u00dft \u201eFreundschaftsentzug\u201c. Wie ist das entstanden?<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<figure id=\"attachment_27706\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-27706\" src=\"https:\/\/www.musicaustria.at\/wp-content\/uploads\/Cover-Hob-I-di.png\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" srcset=\"https:\/\/www.musicaustria.at\/wp-content\/uploads\/Cover-Hob-I-di.png 300w, https:\/\/www.musicaustria.at\/wp-content\/uploads\/Cover-Hob-I-di-200x200.png 200w, https:\/\/www.musicaustria.at\/wp-content\/uploads\/Cover-Hob-I-di-120x120.png 120w\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"300\" \/><figcaption class=\"wp-caption-text\">Cover \u201cHob I di\u201d<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Sibylle Kefer:<\/strong> Das betrifft glaube ich viele Leute. Ich habe viele Freunde, die ich aber nicht oft sehe. Die mir aber sehr wichtig sind und die ich ab und an vermisse. Ich habe fr\u00fcher in Bad Ischl in einem Haus gewohnt, auch als ich schon zum Teil in Wien war. Das war eine Wohngemeinschaft, zu dritt. Einer hat dort immer gewohnt und zwei sind immer nach Wien gependelt. Wir haben oft an den Abenden miteinander musiziert und gequatscht und uns Gedanken \u00fcber die Welt gemacht. Das ist so ein sch\u00f6nes Gef\u00fchl, in meiner Erinnerung. Und dieses Haus gibt es zum Beispiel nicht mehr. Aber die Freunde gibt es noch und all das fehlt mir manchmal und ich erinnere mich gerne daran.<\/p>\n<h4><em>\u201cSo wie ich das erlebe, ist das Leben, einfach das Leben\u201d<br \/>\n<\/em><\/h4>\n<p><strong>In einem Lied hei\u00dft es: \u201eDas Leben tut, was es tut\u201c. Mir ist dieser Satz als \u00dcberschrift erschienen. Ist das ein Motto f\u00fcr Sie und eine \u00fcbergeordnete Botschaft?<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p><strong>Sibylle Kefer:<\/strong> Das kommt vor in einem Lied, das ich f\u00fcr meine \u00e4lteste Tochter geschrieben habe. Da hat mich nat\u00fcrlich die Frage besch\u00e4ftigt: Was kann ich ihr auf den Weg mitgeben? Und steht es mir \u00fcberhaupt zu, dass ich ihr etwas mitgeben will? Ich wollte nichts besch\u00f6nigen, denn so wie ich das Leben erlebe, ist es nicht immer so, dass man sagen kann: alles, was passiert, hat ganz viel mit mir zu tun. Manche Dinge zieht man zwar an, aber man kann nicht immer alles planen. Wenn etwas passiert, passiert es einfach. Ich hatte wirklich das Gef\u00fchl, dass es mir nicht zusteht, ihr zu sagen: Wenn du deine Sachen im Griff hast, wird dir nichts Schlimmes passieren. Ich wollte ihr sagen: so wie ich das erlebe, ist das Leben, einfach das Leben. Du bist du und ich bin ich und wir machen hier unsere Verbindungen. Ich w\u00fcnsche dir alles Gute, aber ich kann dir auch nicht garantieren, dass das Leben immer gut ist zu einem. In diesem Lied, geht es auch darum zu sagen, dass es um den Moment geht.<\/p>\n<p><strong>Auf dem neuen Album sind diverse G\u00e4ste dabei, wie haben Sie deren Input erlebt. Martina Rittmannsberger spielt Violine, Walther Soyka am Akkordeon und auch Ernst Molden spielt mit.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Sibylle Kefer:<\/strong> Das habe ich sehr bereichernd erlebt. Meine Idee w\u00e4re ohnehin gewesen, die Lieder mit Leuten wie den Beteiligten umzusetzen. Es kam dann so, dass ich in erster Linie selbst spiele und in zweiter Linie unterst\u00fctzt mich jemand, das ist auf Ernst Molden zur\u00fcckzuf\u00fchren. Denn als er die Lieder zum ersten Mal geh\u00f6rt hat, hat er gesagt: das spielst du genau so. Da brauchst du dann keine Band und du bist die S\u00e4ngerin, sondern du spielst die Lieder und wir unterst\u00fctzen dich. Zum Beispiel das Schlaflied, das letzte Lied auf der CD, wollte ich so machen, dass sie es spielen und nicht ich. Walther hat dann gemeint: aber mitspielen sollst du schon. Und letztlich haben wir es zu dritt eingespielt.<\/p>\n<p><strong>Haben Sie den beteiligten MusikerInnen Vorgaben gemacht oder habt ihr gemeinsam entwickelt, was sie spielen?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Sibylle Kefer:<\/strong> Das haben wir gemeinsam entwickelt, die Lieder waren aber schon so griffig und fertig, dass sich manches auch aufgedr\u00e4ngt hat. Aber was sie letztlich spielen, da habe ich mich nicht eingemischt. Das sind so tolle MusikerInnen, das war nicht notwendig. Die Strukturen des Liedes waren schon fix und es waren die Harmonien schon gegeben. Bei allen zw\u00f6lf Liedern.<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/moBOV5ZI9Fw\" width=\"560\" height=\"315\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\" data-mce-fragment=\"1\"><\/iframe><\/p>\n<p><strong>D.h.: Sie haben vieles live eingespielt?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Sibylle Kefer:<\/strong> Ja, Gitarre und Stimme habe ich immer gleichzeitig eingespielt. Ich habe von vielen Leuten geh\u00f6rt, dass es den Charme dieses Albums ausmacht, dass man das Gef\u00fchl hat, man sitzt dabei w\u00e4hrend es gesungen wird. Man darf dabei seien, bei diesem intimen Prozess. Es sind ja intime Lieder, finde ich.<\/p>\n<h4><em>\u201cIch habe die R\u00fcckmeldung gekommen, dass die Texte sehr wohl pr\u00e4gend sind\u201d<\/em><\/h4>\n<p><strong>Was macht ein Lied von Ihnen aus? Wie wichtig sind etwa die Texte?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Sibylle Kefer:<\/strong> Ich wei\u00df gar nicht, ob ich f\u00fcr diese Frage die richtige Ansprechpartnerin bin. Ich habe die R\u00fcckmeldung gekommen, dass die Texte sehr wohl pr\u00e4gend sind. Aber vielleicht muss ich das anders sagen, das ist f\u00fcr mich eine schwierige Frage. Bei diesem Album war es so, dass meistens die Texte zuerst da waren. An sich arbeite ich einmal so und einmal so: wenn ich eine Melodie h\u00f6re, kann es sein, dass ich das Handy nehme und die Melodie einsinge. Und irgendwann komme ich vielleicht wieder darauf zur\u00fcck. Bei Texten ist es so, dass einzelne Textpassagen entstehen, die sich vielleicht reimen oder die ich witzig finde. Die sammle ich in einem Notizbuch. In diesem Fall war es so, dass ich mich wirklich hingesetzt habe und auch geschrieben habe. Manches habe ich am Computer gefunden oder in meinem Notizbuch und die Musik dazu ist relativ schnell da gewesen.<\/p>\n<p><strong>Sie singen auf \u201eHob i di\u201c im Dialekt, haben Sie auch schon Hochdeutsch, Englisch oder andere Sprachen verwendet?<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p><strong>Sibylle Kefer:<\/strong> Ich habe ganz lange das Problem gehabt, dass ich mich nicht entscheiden konnte. Ich habe beim Jazz-Gesang nat\u00fcrlich ganz viel Englisch gesungen und als ich Jugendliche war, war es eher hip \u2013 auf <em>\u00d63<\/em> \u2013 in englischer Sprache zu singen. Aber der Dialekt hat mich immer schon besch\u00e4ftigt. Wilfried ist mein Gro\u00dfcousin, der Cousin meiner Mutter. Ich bin nat\u00fcrlich mit seiner Musik aufgewachsen und mit Hubert von Goisern. Ich komme ja aus Goisern und: Dialektgesang hat mich immer angezogen. Das hat mich mein Leben lang begleitet. Mir hat mal jemand eine Frage gestellt, mit der ich mir schwer getan habe: Wieso besteht jetzt so ein Hype um den Dialektgesang? Ich habe das in meinem Leben nicht so erlebt, mich hat das immer besch\u00e4ftigt und begleitet, auch bei den <em>Hardbradlern.<\/em><\/p>\n<p><strong>Und bei Ihren eigenen Liedern?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Sibylle Kefer:<\/strong> F\u00fcr meine eigenen Sachen gilt, dass ich die Lieder so entstehen habe lassen, wie sie einfach heraus kommen. Auf dem ersten Album gab es ein Dialektlied und die meisten Lieder waren Hochdeutsch und zwei in englischer Sprache. Beim zweiten und dritten Album war es wieder gemischt. Manche Leute haben gesagt, ich sollte beim Hochdeutsch bleiben, manchen hat gefallen, wenn ich Englisch singe. Die Entscheidung muss eh von innen kommen und jetzt wollte ich das einfach so machen.<\/p>\n<p><strong>Danke f\u00fcr das Gespr\u00e4ch.<\/strong><\/p>\n<p>J\u00fcrgen Plank<\/p>\n<p><strong>Links:<\/strong><br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.sibyllekefer.at\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Sibylle Kefer<br \/>\n<\/a><a href=\"http:\/\/www.badermolden.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Bader Molden Recordings<\/a><\/p>\n<\/div>\n<\/article>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>https:\/\/www.musicaustria.at\/dialektgesang-hat-mich-immer-angezogen-sibylle-kefer-im-mica-interview\/ Sibylle Kefer (c) Magdalena Blasczcuk \u201eDialektgesang hat mich immer angezogen\u201c \u2013 SIBYLLE KEFER im mica-Interview 2. 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