{"id":638,"date":"2020-04-20T17:14:12","date_gmt":"2020-04-20T15:14:12","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sibyllekefer.at\/blog\/?p=638"},"modified":"2020-04-20T17:14:12","modified_gmt":"2020-04-20T15:14:12","slug":"eine-wunderbare-kritik-zu-meinem-neuesten-album-bei-skug-von-stefan-koroschetz-herzlichen-dank-ich-freue-mich-sehr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sibyllekefer.at\/blog\/eine-wunderbare-kritik-zu-meinem-neuesten-album-bei-skug-von-stefan-koroschetz-herzlichen-dank-ich-freue-mich-sehr\/","title":{"rendered":"Eine wunderbare Kritik zu meinem neuesten Album bei skug von Stefan Koroschetz, HERZLICHEN DANK, ich freue mich SEHR!"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Sibylle Kefer<\/h2>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">\u00bbs\/t\u00ab&nbsp;<\/h1>\n\n\n\n<p>Sie Records\/Hoanzl<\/p>\n\n\n\n<p>TEXT: <a href=\"https:\/\/skug.at\/a\/koroschetz-stefan\/\">STEFAN KOROSCHETZ<\/a>, VER\u00d6FFENTLICHUNG 2. APRIL 2020<\/p>\n\n\n\n<p>Das bereits f\u00fcnfte Album der geb\u00fcrtigen Salzburgerin Sibylle Kefer hei\u00dft schlicht wie die S\u00e4ngerin\/Autorin\/Komponistin selbst. \u00bbSibylle Kefer\u00ab ist schon vor einigen Monaten erschienen und soll an dieser Stelle mit Versp\u00e4tung gew\u00fcrdigt werden. Die seit 25 Jahren in Wien lebende Mutter dreier Kinder ist schon lange eine bunte H\u00fcndin in der im weitesten Sinn Neues-Wienerlied-Szene. Kefer spielt(e) in der Band von Ernst Molden (den sie schon als 15-J\u00e4hrige in Salzburg kennenlernte) sowie bei Ernst Molden &amp; Das Frauenorchester. Dazu kommt eine Vergangenheit als Backgrounds\u00e4ngerin der Ausseer Hardbradler und ein denkw\u00fcrdiger Auftritt der Multiinstrumentalistin bei der Er\u00f6ffnung der Wiener Festwochen 2018, bei dem sie unter anderem den kultigen Song \u00bbKeine Angst\u00ab von Hansi Lang mitrei\u00dfend interpretierte. Auf ihren ersten Alben sang Kefer noch in diversen Sprachen, mit dem 2017er-Album \u00bbHob i di\u00ab hat die in ihrem Brotberuf als Musiktherapeutin Arbeitende die ihr angemessene Textsprache (ein Amalgam aus Salzburger und Wiener Gemeinsprache) gefunden. \u00bbSibylle Kefer\u00ab schl\u00e4gt in der Konzeption wieder einen Haken. In der Mixtur aus mit Band eingespielten St\u00fccken und solchen, die quasi Solosongs mit Elektronik sind, vermitteln diese im ersten Durchlauf einen irgendwie doch sperrigen Eindruck. Nix mit Ohrw\u00fcrmern, die man schon nach dem ersten H\u00f6ren nach zehn Bier intus locker mitgr\u00f6len kann. Eher schimmert in den meisten Songs mehr als nur in Spurenelementen durch, dass Frau Kefer auch Jazz-Gesang gelernt hat und die entsprechenden Harmonien locker aus dem \u00c4rmel sch\u00fctteln kann. Etwa in \u00bbdei schmerz\u00ab, dem ersten Elektrost\u00fcck des Albums, welches ziemlich angejazzt und spooky atmosph\u00e4risch gut und gern als kontempor\u00e4res Kunstlied durchgeht. Mit einem in der Unterhaltungsmusik bis dato vermutlich nur selten behandelten Thema befasst sich \u00bbda taxla\u00ab. Kefer sieht beim Radfahren im 22. Wiener Gemeindebezirk einen Taxler, der \u00bbin busch schei\u00dft\u00ab, ertappt sich dabei, l\u00e4nger hinzuschauen, als es sich geziemt, und f\u00fchlt sich besch\u00e4mt. Nicht unbedingt wegen des Taxlers, sondern wegen der unw\u00fcrdigen Umst\u00e4nde, unter denen der Taxifahrer seinen Darm entleeren muss. \u00bbda taxla\u00ab ist ein Song, der sprichw\u00f6rtlich unter die Haut geht mit seinem unorthodoxen Zugang zum Thema Ungerechtigkeit. Mit dem \u00bbluxusproblem\u00ab, dass man gern einen Garten und ein Haus h\u00e4tte (in Zeiten von Corona besonders wichtig!) k\u00f6nnen sich manche Bewohner*innen von Bobostan sicher leichter identifizieren. Haltung demonstriert Kefer bereits im ersten Song \u00bbmenschln\u00ab, der gleich mit der klaren Ansage \u00bbhosnscheissa mog i nit so gern\u00ab einsteigt und mit \u00bberst muass amoi wos zum essn gebm \/ sonst verhungern die leit\u00ab gleich mal eine klare Ansage macht. Geradezu mellow im Sound ist das Elektropoem \u00bbdei schmerz\u00ab, das mit \u00bbmei herz\u00ab (\u00bbvaloss mi nie mei herz \/ sei stoak \/ pump\u00ab) am Schluss eine Klammer bildet. Geheimnisvoll ist auch der Elektro-Chanson \u00bbeisplatte\u00ab mit den wuchtigen Zeilen \u00bbdeaf ma donn sogn \/ dass die \u00e4ra scho a guat is \/ obwoi die nochrichtn festhoitn \/ dass da mensch nu imma bluatig is\u00ab. Bei den \u00fcberwiegenden St\u00fccken. die im Bandkontext eingespielt wurden, bekommt Kefer kompetenten Support von Marlene Lachersdorfer am Bass und Maria Petrova am Schlagzeug. Die interessanteren St\u00fccke des Albums sind, weil innovativer, die elektronisch grundierten. Die immer wieder politisch Haltung demonstrierende Kefer wurde f\u00fcr das Album mit einer Nominierung f\u00fcr die Longlist des Preises der deutschen Schallplattenkritik 2020 belohnt. Viel Gl\u00fcck!<\/p>\n\n\n\n<figure><iframe loading=\"lazy\" width=\"500\" height=\"281\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/7HPQTVs0c2w?feature=oembed\" allowfullscreen=\"\"><\/iframe><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sibylle Kefer \u00bbs\/t\u00ab&nbsp; Sie Records\/Hoanzl TEXT: STEFAN KOROSCHETZ, VER\u00d6FFENTLICHUNG 2. 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