sichtbarkeit und positionierung und juhu, ein paar konzerte gibt es zu verkünden!
| vorweg – es gibt ein paar livetermine, das ist fantastisch: – 11.04., wien: am samstag dürfen wir die tollen garish unterstützen im spiegelpalast im wiener prater, juhu, das ist sehr schön! https://www.oeticket.com/event/garish-spiegelpalast-im-wiener-prater-19979398/ – 15.04., kirchdorf/krems: solokonzert im hildegard – ich freu mich sehr darauf! https://www.hildegard.bar/2026/03/20/konzert-sybille-kefer-zart-stark/ – 29.04., salzburg: sind wir zu gast in der ARGEkultur salzburghttps://www.argekultur.at/Event/17660/sibylle-kefer – 06.05., wien: ich spiele solo im cafe windstill – 18.06., villach: dinzlschloß, schloßgasse 11, lesung und musik |
| liebe menschen, sichtbarkeit und position(ierung) |
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| wenn die newsletter dann brauchen, weil eindrückliches passiert, dass die worte noch nicht kommen. weil die verarbeitung und das verstehen und dann noch die einordnung erst langsam passiert. weil die welt dazwischen nicht stehenbleibt und anderes verlangt. gleichzeitig. zum beispiel therapieren, kranke kinder betreuen, rad fahrtauglich machen, oder das, was hier jede:r von euch für sich gut einsetzen kann eben. oder auch e-mailprogrammzugangsdatenverweigerung umgehen. ich wage einen newsletter, der sich nicht konkret mit den furchtbarkeiten des dzt. weltgeschehens beschäftigen wird, obwohl dieses selbstverständlich mitschwingt, wie es immer mitschwingt. ich bleibe in meiner kleinen welt und werde sie versuchen im größeren zu verorten. trotzdem sei hier erwähnt, dass all das folgende natürlich immer in relation zu setzen ist – aber das wisst ihr ja eh alle und ich weiß, dass ihr das wisst und dass ihr es von mir wisst und ich von euch. text des eröffnungslieds meines albums: positionen wonn mas nimma gspiat owa ma woass dass nu do is wonn mas nimma nimmt und ma merkt des mocht sinn dass ma wonn mas nahmat des donn gspian tat und des drum nit bringt wonn da blick duachs liacht foit bin i nit vastöt wonn da raum mi frei hoit donn trogt mi die wöt wonn da blick duachs liacht foit bin i nit vastöt wonn da raum für mi hoit donn trogt mi die wöt wonn mas nimma gspiat … vielleicht vairrn si positionen weil ma glaubt dass da ondre glaubt wos ma glaubt dass a glaubt vielleicht entwickln si donn aktionen des donn wirklichkeit wird für einen möglichen eingliederungsprozess ist das, was sich da als mentalisierungsmaterial im also sozusagen „meinem kleinen“ anstellt eigentlich hot stuff, so to say interesting material. ich versuche es kurz in worte zu fassen, nachdem ich länger versucht habe, es zu verstehen: das beschäftigen mit der unsichtbarkeit, der streuung und des werts meiner kunst über die letzten jahrzehnte hinweg hat sich selbst eingeholt. das ist schräg. der antrieb des ungleichgewichts, des gefühls der ungerechtigkeit auf individueller wie auf struktureller ebene, das nicht gehört- und nicht gesehen werden wurde jetzt wahrgenommen. meine musik, meine texte, meine kunst wird gerade gehört und besprochen. das ist jedenfalls ein teil der geschichte. also, meine kleine wahrheit gab es ja schon. dass meine kleine wahrheit jetzt gesehen wird, dass sie resonanz erfährt, weil sie offenbar jetzt stimmiger in ein gefüge passt, das ist neu für mich. diese anerkennung dieser meiner wirklichkeit von außen hat mich die letzten tage erschüttert. und zwar innerhalb mehrerer meiner schichten. sie wirft auch fragen auf, aber das darf sie ja. ein paar aspekte werden wahrscheinlich nur für mich wichtig sein, weil sie mit mir persönlich zu tun haben, aber ein paar weitere denke ich, spiegeln unser gesellschaftliches gefüge wider, und könnten ein angebot an uns alle sein bei der auseinandersetzung mit der idee, wie wir miteinander umgehen wollen. wie wir einander sehen und unterstützen und wertschätzen wollen. und ja, da mache ich jetzt einen sprung, die quintessenz hätte mich aber auch mit weiteren zwischenschritten dorthin geleitet, wo ich im letzten satz gelandet bin. frau könnte zb. die frage in die diskussion einbringen, wieso diese sichtbarwerdung gerade jetzt passiert. oder: ob sie passiert, weil das alienhaftanmutende der immer noch daseienden älter werdenden singer-songwriterin fragen des gesellschaftlichen gefüges aufwirft – zb. diese: woher kommt sie? oder: wieso stolpern wir gerade jetzt über sie? oder: wie hat ihr weg ausgeschaut, der sie hier so hat landen lassen? in zeiten wie diesen – und es sind immer zeiten wie diese, je nach zeiten :). es heißt also auch beleuchten, hinschauen auf etwas, das schon war, es kritisch in ein neues licht rücken und überprüfen, wie die antworten auch im geschichtlichen zusammenhang gelesen werden könnten. normen von früher, die mittlerweile nicht mehr einrasten zb. man (nicht nur frau) könnte genauer hinschauen, woran es zb. gelegen haben könnte, dass… sichtbarer zu werden heißt auch position zu beziehen. vor zwei wochen habe ich dem standard ein interview gegeben: https://www.derstandard.at/story/3000000313701/musikerin-kefer-zu-uebergriffen-in-der-branche-reflexion-der-maennlichen-kollegen-fehlt, meine positionierungen waren in den letzten jahren natürlich auch durch meine position mitgeprägt. das bedrückende war dabei die intransparenz auf ein größeres ganzes, die verhinderung durch die unsichtbarkeit, einen schluss auf ein strukturelles gesellschaftliches gefüge ziehen zu können von außen. weil ich damit ja nicht alleine gewesen wäre bzw. war bzw. bin. es jedoch auf dieser individuellen ebene zu verorten hilft einem system, das sich nicht verändern will. weil frau die anderen, denen es ähnlich geht ja eben nicht sieht. das ist es ja eben, das ding mit der unsichtbarkeit. diese blickwinkelerweiterung findet nach meinem empfinden nun aber gerade statt. weil immer mehr sich trauen aufzuzeigen, nachdem sie sehen, dass es jemandem so geht und immer mehr das hören und teilen und wiederum resonieren. und jetzt? wir werden sehen. |
![]() danke didi lipkovich für das phänomenale foto (ich liebs) und vor allem, dass du da warst! |
| so und jetzt noch einmal zum großen porgyfest 🌹 für alle, die nicht dabeisein konnten beim großen release- und geburtstagsfest am 06.03., mir kommt vor, ich habe euch trotzdem gespürt. danke fürs dabeisein im herzen! hier haben wir einen konzerteinblick für euch: https://youtu.be/uR8FrJsIsnk?si=ZtXeEGFVLflKJhzy und für alle, die da waren: ich danke euch sosehr! was für ein unvergesslicher abend war das bitteschön!! ich habs ab jetzt bei mir. danke ans porgy&bess für die unterstützung und die möglichkeit, danke an die wunderbarsten musiker:innen sarah brait chris pruckner laura pfeffer lisa lurger manu diem clemens salesny werner angerer danke christian dent könig und rainer krispel, danke an christoph und die kinder und danke an das schönste resonierendste aufmerksamste bunteste wunderbarste publikum der welt! ❤️. alles liebe sibylle |

