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albumrelease, releasekonzert und so manch andere priorisierungen einer frau, mama, musikerin und sonst so alles mögliche

liebe menschen,

es kommt dann doch immer wieder anders als erwartet.

copyright carina antl ❤️

montags habe ich unsere wohnung am vormittag ganz für mich. die kinder sind in der schule, meine therapiearbeitstage sind dienstag, mittwoch und donnerstag. ich bereite im laufe der woche im kopf und am computer alles bestmöglich für diesen vormittag vor. inhaltlich geht es dann um alles, was mit meiner musik zu tun hat – darauf freue ich mich, es ist aber auch ein sehr kleiner zeitrahmen. 

nämlich für:

  • schlafzimmer herrichten, damit ich die instrumente aufbauen kann
  • lieder schreiben, kreativ sein, …
  • albumvorbereitung wie gestaltung, reihenfolge, freigaben, texte, danksagungen, personenauflistung, korrekturlesen, diesbezüglichen austausch mit label und management …
  • die livevorbereitungen wie proben vorbereiten, leadsheets schreiben, setlists erstellen, proben organisieren, diesbezüglicher austausch mit der band …
  • mir meine lieder zu eigen machen, sie kennenlernen live und sie singen, mich dabei begleiten und auswendig lernen …

es liegt in der quantität der sache, dass sich das nicht alles ausgeht und ich wöchentlich abwäge, was ich priorisiere. und oft geht sich das dann so wie so nicht aus, weil ein kind krank ist oder die banküberweisung gesucht werden muss. 

dann wird es wieder häufig nachts und die übrigen tage müde aber bewältigbar. und es vergeht eine woche bis zum nächsten möglichen montagvormittag. 

heute ist die agenda, euch auf mein bevorstehendes album hinzuweisen und den dazugehörigen release. ich bin voller vorfreude darauf, wenn ich diese zeilen schreibe. und aufgeregt.

und doch liegt neben mir mein krankes mädchen, dass sich immer noch nicht so recht von ihrer covidinfektion zu erholen scheint. und ich merke, wie wichtig es ist, sich auszutauschen, networking zu betreiben und zu spüren, dass man nicht alleine ist.

letzte woche war ich bei wer gibt den ton an? wien und seine musiker:innen. förderungen – vereinbarkeit – role models im rathaus. 

das war möglich, weil die veranstaltung nicht in meine arbeitszeiten fiel und ich jetzt einen mann habe, der die kinderbetreuung mit mir teilt. auch er muss sich die zeit gut einteilen, aber wir sind ein gutes eingespieltes team. wir stärken uns (meist).

immer wieder hat mich in den letzten jahren beschäftigt, wieso ich in der österreichischen musikszene nicht so wirklich gesehen wurde als eine derjenigen, die familie hat und trotzdem versucht, dranzubleiben. ich war 11 jahre lang alleinerziehend, in dieser zeit in einer namhaften band mit großen bühnen und preisen, habe begonnen, meine solokarriere aufzubauen, mehrere alben aufzunehmen, mir mit meiner musiktherapeutischen arbeit in einem kindertherapiezentrum mein jazzgesangsstudium finanziert und dann auch zusätzlich am konservatorium unterrichtet. ich war nicht angestellt und karenz gab es übrigens damals für mich auch noch keine als studentin.  

in der kindergruppe meiner tochter gab es putz- und kochdienste. nach 13 jahren habe ich ein zweites kind bekommen und nach 14 ein drittes. ich habe bei der svs erkämpft, dass die beitragszahlungen für selbständige frauen wie mich in der zeit der karenz ruhiggestellt werden und trotzdem fand mich keine frauenzeitschrift.

ich habe mich oft sehr gefordert gefühlt und ich merke, wie beglückend ich es erlebe, bei so einer veranstaltung jetzt im publikum zu sitzen und zuzuhören, dass wir viele sind. 

und dass meine gedanken und mein struggling nicht nur meine privatangelegenheit sind. darüber, dass ich das gefühl habe, mir erst die gesellschaftliche legitimation dafür holen zu müssen für die entscheidung, musik zu machen als frau und mutter und dabei ernst genommen zu werden innerhalb gesellschaftlicher, politischer und staatlicher strukturen möchte ich endlich nicht mehr nachdenken müssen. ich wage kaum hinzuspüren, wie es menschen gehen muss, die sich einer gesellschaftlich noch viel benachteiligteren gruppe zugehörig fühlen als ich weiße cis-frau.

ein schlüsselgedanke kam bei dieser veranstaltung für mich von @teresa_rotschopf. als sie nämlich darauf hinwies, dass wir musiker:innen mit kindern eigentlich alles andere erst machen, bevor wir networking betreiben können. und da dieses alles andere so viel ist (siehe oben, meine auflistung beinhaltet lediglich die beschäftigung mit meiner musik, nicht den alltag, nicht das geld verdienen, nicht die kinderbetreuung, nicht die hausarbeit, nicht die organisationswahnsinnigkeiten und schon gar nicht die tatsache, wenn der alltag durch krankheit oder andere unvorhersehbaren ereignisse durchbrochen wird …), findet networking letztendlich nicht mehr wirklich statt.

wie kann ich also gesehen werden, wie mich vernetzen, wenn es keine strukturen gibt, die mich sichtbar machen?

wenn ich @violettaparisini zuhöre bei dieser veranstaltung, dann kränke ich mich nicht mehr, dass ich es vor 24 jahren nicht geschafft habe, mich als rolemodel sichtbarer zu machen, sondern ich freue mich, dass wir viele sind. dass sich etwas zu bewegen scheint. und ich jetzt, während meine beiden jüngeren kinder aufwachsen, mehr zusammenhalt spüre und mich nicht mehr als alleinkämpferin definiere und empfinde. und wenn ich sie dann mit dem großartigen #schmusechor geleitet von @verena_giesinger (danke auch für diese so empowernde wortmeldung am ende der veranstaltung!) singen höre, dann geht mein herz auf und ich spüre, wofür es sich zu kämpfen lohnt.

danke!

by the way: 

mein neues album hoid kommt am 03.03.2023 bei der @medienmanufakturwien raus! 

aaaah!!! 

mein neues album kommt raus!  ❤️

releasekonzert: 

23.03.2023, radiokulturhaus wien, 19.30 uhr.

kommt, feiert mit mir!

al,

sibylle

https://radiokulturhaus.orf.at/artikel/699943/Sibylle-Kefer-hoid

@medienmanufakturwien 

@teresa_rotschopf @violettaparisini @verena_giesinger @sabine1917#lenafrankhauser #hannahamann #jelenapopržan

#neuesalbum #releasekonzert

#diegrünebildungswerkstattwien #irenesuchy #journalistin #musikexpertin #sabinereiter #mica #musicaustria #evamariabauer #österreichischermusikrat #myassakraitt #kdm #königindermacht #kultur-&sozialanthropologin #künstlerin
#evakohut #bmkös #jelenapoprzan #musikerin #violettaparisini #teresarotschopf #sonjaleidpold #internationalegesellschaftfürneuemusik #BasmaJabr #sängerin #SandraBohle #FCGloria #ScharmienZandi #performance #Pete/WeinaZhao #PerillaZineBeat
#VerenaGiesinger #Schmusechor #zahramani #komponistin #sabinegretner #superar

es wird ein neues album geben

liebe menschen,

es wird ein neues album geben.

ich lese zur zeit von mehreren sehr geschätzten kolleg*innen, dass es neues musikalisches material geben wird. wie gut. kreative kräfte in aussergewöhnlichen zeiten finde ich besonders wichtig – ich freue mich darauf!

von mir wird es auch neue musik geben. sie wird im frühjahr erscheinen.

ich fühle mich so gut eingebettet in das label, das mich unterstützen wird.

ich bin sehr dankbar.

es ist für künstlerinnen wie mich keine selbstverständlichkeit, ein album herausbringen zu können – in zeiten wie diesen sowieso nicht, aber auch überhaupt nicht.

deshalb möchte ich einblick geben in die entstehungsgeschichte dieses albums. es ist eine intensive vorbereitungsphase geworden, eine spannende, und auch eine mit abzweigungen.

die finanzierung

wenn keine unterstützung des zuständigen fonds ausgeschüttet wird, heißt das unter anderem auch, dass mich freund*innen und kolleg*innen aus der musik- und kunstszene unterstützen, deren wertvolle arbeit unbezahlt oder unterbezahlt bleibt, und die es trotzdem machen für mich.

das finde ich unglaublich schön als anerkennung und wertschätzung meiner musik und meiner person, aber es schmerzt mich auch sehr, dass ich nicht adäquat entlohnen kann, was wertvoll und was arbeit war und zeit beansprucht hat und erlerntes handwerk involviert. ich entlohne, was ich nur irgendwie kann. adäquat bezahlen kann ich nicht.

aber ich lerne um unterstützung zu bitten.

die planung

um den schritt der mir nicht möglichen finanzierung zu umschiffen, hatte ich in den letzten jahren mehrere producingcamps besucht und mich dabei ein bisschen weitergebildet. erst arbeitete ich nun also ganz alleine an dem album. ich spielte instrumente selbst ein, sang alle stimmen und produzierte vor, so gut ich konnte. es machte mich neugierig, zu hören, wo ich landen würde, mit mir selbst musizierend.

dann ging ich erstmals raus mit dem material und zeigte es vertrauenspersonen. hier passierte ein wichtiger knackpunkt. ich stieß auf menschen, die meine lieder zu spüren schienen und ihnen helfen wollten, sie dorthin zu bringen, wo sie noch nicht waren.

so kam es, dass ich mit feedback auf augenhöhe zuerst meine eigene vorproduktion verfeinern konnte, um dann doch den schritt einer größeren gemeinsamen produktion zu wagen. ich ließ mich auf das abenteuer ein, mit jemandem zusammenzuarbeiten, den ich empfohlen bekommen hatte und selbst noch gar nicht kannte.

es sollte ein meilenstein für das album werden. und für mich auch.

eine ode an die musik

ich bin nicht nur musikerin, ich bin auch musiktherapeutin. es hatte sehr klare gründe, warum es mich zu diesem beruf hingezogen hat.

einer davon ist die musik selbst.

ich nütze sie als ausdrucksform, als kommunikationsform, als kontaktmöglichkeit – auch zu mir selbst. und als gefühlsandockerin und gradmesserin.

ich habe großen respekt vor der musik, vor ihrer wirkungskraft, vor ihrem zauber, vor ihrer möglichkeit, die zeit verschwinden zu lassen und dann selbst wieder zu verschwinden,vor ihrer stetigkeit und gleichzeitig ihrer vergänglichkeit, vor ihrer wendigkeit, aber auch vor ihrer stabilität und ihrer verlässlichkeit.

eigentlich lässt sie sich nicht fassen, die musik und auch das beschreiben ist gar nicht so leicht, dazu können musikwissenschafter aber viel mehr erzählen als ich.

in der therapie ist sie richtig zu dosieren, sonst kann sie auch bedrohlich werden in ihrer strahlkraft, ihrer direktheit und größe, ihrer intensität und in ihrer dynamik. es macht sinn, sich selbst musikalisch gut zu kennen, und dosieren zu können, ebenso wie loszulassen, wenn es dann fliegen darf.

wie individuell sie ist – da zur selben zeit und doch bei jedem ein bisschen anders.

ist es nicht unglaublich?

dafür liebe ich sie.

und deshalb teile ich sie auch so gerne.

die band

und so führt das eine zum anderen.

ich habe mich also erst ganz zurückgezogen für dieses album, mich den gegebenheiten der pandemie und meiner finanziellen situation angepasst, und dann doch nach und nach bei einzelnen freund*innen gefragt, ob sie vielleicht von zuhause aus mit mir musizieren wollen.

ich habe erlebt, wie bereichernd es ist, unterstützt zu werden und auch wie schön, musik gemeinsam zum klingen bringen zu können.

ich hab mir mitmusiker*innen gesucht, die meine musik bereichert haben und die sie auch live mit mir umsetzen werden – meine neue band stellt sich vor auf diesem album und der eine und die andere längere weggefährt*in wird auch erklingen.

das label

am ende hat mich ein label an der hand genommen und geht diesen weg nun mit mir gemeinsam.

irgendwie ist das der wichtigste letzte baustein in der geschichte dieses albums. so findet es nach draußen. alleine hätte ich es dieses mal wohl einfach nicht mehr geschafft, und einiges an gutem aus dieser produktion wäre vermutlich verpufft.

vorhören

zweikommafünf der songs des albums kennt ihr bereits. eines wird ganz anders sein am album, eines ein bisschen, eines bleibt genau so. mehr kann ich noch nicht verraten.

aber ihr könnt die bisherigen versionen von

  • oa zeit
  • liawa hoffnung
  • innere werte

gerne wieder mal anklicken: https://www.sibyllekefer.at/blog/?page_id=22

abschließende gedanken

dies wird mein sechstes album sein.

das heißt, ich habe relativ spät begonnen, soloalben zu machen und dann alle zwei bis drei jahre ein album rausgebracht. für mein zweites album habe ich mein eigenes label sie-records gegründet und drei meiner alben sind bisher darauf erschienen. für diese produktionen hatte ich alle kosten selbst übernommen.

all diese hintergrundinformation möchte ich mit auf die reise geben, weil die entstehungsgeschichte dieses albums auch eine politische dimension beinhaltet, die sich in unserer gesellschaftlichen wertschätzung, unserem kulturellen (selbst)verständnis und unserer definition von kunst wiederspiegelt und unseren umgang mit künstler*innen (vor allem *innen!) und musiker*innen (ebenso!).

wer wird gefördert und von wem und wie. wo wird man gespielt, wie schafft es die musik zu euch, bzw. schafft sie es zu euch und warum. (wem) ist sie es wert, es bis zu euch zu schaffen und welche (um)wege geht sie.

und zwar nicht nur in bezug auf das erwartbare, das möglichst kontrollierbare und einordenbare oder auch das form- und biegbare – das gemütlichere.

und dann werde ich mein album loslassen und es zu euch schicken. wir werden es gemeinsam loslassen und zu euch schicken.

ich kann es kaum erwarten. ich freue mich schon so sehr darauf! ein bisschen weg liegt jetzt noch vor ihm, aber die sachen sind bereits gepackt und die tickets gebucht.

to be continued.

alles liebe

sibylle

willi

Erst dachte ich, ich kann und will nichts schreiben. Und jetzt hat sichs von selbst geschrieben.

Ich sage immer von mir, dass ich ein vergesslicher Mensch bin.

Dass ich mich eher an Emotionen, als an Situationen und Bilder erinnern kann.

Lieber Willi, seit mich die Nachricht über deinen Tod erreicht hat, kommen mir ständig Situationen und Bilder in den Sinn, die ich mit dir erlebt habe, die mich zum Lachen, zum Weinen und zum Staunen brachten. Zum Lernen und zum Annehmen und Genießen. Die Zeit blieb stehen.

Ich hatte so ein Glück, und ich wußte es.

Meine Zusammentreffen mit dir waren immer mit einer großen Vorfreude verbunden. Manchmal konnte ich es gar nicht fassen, wie gut man es mit dir haben kann und wie gern ich dich habe. Dann musste ich dich einfach drücken.

Alles, was auch in meinen therapeutischen Begegnungen von Bedeutung ist, alles was ich dort sein und anbieten möchte, all das bekam ich von dir in den Momenten unserer Begegnungen. Einfach so, und eigentlich immer. So viel Unterstützung, die du mir gegeben hat. So viel Wertschätzung und immer wieder das Erinnern, dass ich mich selbst durchaus etwas wichtiger nehmen darf im musikalischen Kontext. Treffsicherheit in der Wahl der Themen und der Wahl der Worte, du hattest sie in Bezug auf mich immer. Ich habe mich nicht aufgedrängt – du hast mich trotzdem gesehen. Und mich ab und an auch angestupst, mich ein bisschen sichtbarer zu machen.

Auch dein Resonanz-Sein, dein Zuhören und auch dein Gut-sein-Lassen, ich werde es so vermissen.

Aber du hast mir einen großen Schatz mitgegeben, und mich, die Vergessliche, stupst er jetzt schon an mit den Erinnerungen, die mir begegnen. Und ich weine. Und ich lache.

Es ist unglaublich beeindruckend, wie viele Menschen du auf verschiedenste Weisen berührt hat, die dies nun auf ebenso berührende Weise kundtun.

Und ach, herrje, ich kann es einfach nicht fassen.

Was es für mein Musizieren bedeutet, dass sich unsere Wege musikalisch trafen, ist nicht in Worte zu fassen. Ich bin dem Ernst unendlich dankbar, dass ich Teil der Combo sein durfte.

Und ich hab so viel gelernt.

Ab und an erzähle ich ja bei meinen eigenen Konzerten die Geschichte, als wir beide hinter der Bühne auf unsere Auftritte warteten – ich glaube, es war in Bregenz und es war einer der frühen Auftritte von dir beim Ernst. Du gingst auf und ab und ich fragte dich, wie es dir ginge. Schon etwas aufgeregt, sagtest du, und dass du dir wünschen würdest, dass es beim Musizieren so wäre, als würde man zuhause in seinem Wohnzimmer musizieren gemeinsam. Und dies sich für alle dann so anfühlen – die Zuhörenden und die Musizierenden.

Ich denke seither vor jedem Auftritt daran. Es ist ein wunderschöner Leitfaden, was Musik sein kann. Ein großes gemeinsames Ganzes bei dem jeder gleich wichtig ist und sich einbringt mit dem, was er gerade ist – musizierend und Resonanz seiend.

Lieber Wilhelm, ich bin unendlich traurig und dankbar für unendlich Vieles!

Meine tiefe Anteilnahme der Roswitha und deiner ganzen großen Familie in dieser schrecklich schweren Zeit.

🖤🤍

Sibylle

Dieses Bild hat der Hannes Wirth im Lehartheater beim Soundcheck vor fast genau 9 Jahren gemacht. Du bist der mit der Kappe im Hintergrund.

Christoph und ich haben am nächsten Tag geheiratet.

eine lobeshymne und eine einladung für freitag

wenns wahr ist, dann spielen wir am freitag, dem 1.4. unser erstes triokonzert in neuer besetzung. mit gästen!

in einer recht überschaubaren runde, aber mit der möglichkeit, per stream zuhause dabei zu sein. checkt euch also karten, wenn ihr vor ort dabei sein wollt, es gibt sehr begrenzte plätze.

wenn es sein wird, wird es punkig sein -das geht gar nicht anders in zeiten wie diesen, außer man ist eine band, die schon lange zusammen musiziert hat. dann kennt man sich schon gut, agiert als musikalisches und mit einem musikalischen selbstverständnis.

bei uns wird das anders sein am freitag. wir werden uns erst ein bisschen besser kennenlernen. uns einlassen und euch mitnehmen dabei.

die attitüde wird also punkig sein. aber ich werde ich sein und wir werden wir werden.

ich hoffe, es wird sein!

bass: sarah brait

schlagzeug: chris pruckner

stimme, gitarre: sibylle kefer

gästin: überraschung

und die lobeshymne …

die möchte ich gerne auf alle veranstalter*innen und booker*innen singen.

ihr seid wirkliche held*innen – ohne epos.

ihr seid verlässlich, ihr seid ausdauernd, ihr seid wirklich zäh. ihr bleibt verfügbar und findet und schafft immer wieder neue zwischenräume, die wir dann betreten dürfen. das mutet sehr anstrengend an – ich hatte bereits bei der ersten selbstorganisierten verschiebungsgeschichte unvorhersehbare lähmungserscheinungen, die ich in der form an mir selbst so noch nie wahrgenommen hatte. wer und was da alles dran hängt!

ich habe größten respekt vor eurer ausdauer und eurem aus-und durchhalten, vermitteln und verbinden.

und darüber hinaus stellt ihr benefizveranstaltungen auf die füsse, die seinesgleichen suchen und in wahrheit an sich schon einem logistischen wahnsinn entsprechen – und es geht. und wie!

so beeindruckend! so verbindend! so gut!

danke.

und ich glaube trotzdem, da muss sich was ändern – an den zuständigkeiten und an den verantwortlichkeiten – es erscheint mir so garnicht richtig zu sein, diese ganze apparatur an euch aufzuhängen.

kunst ist doch für alle da.

es wäre wünschenswert, die rahmenbedingungen dafür zu schaffen, größere verantwortlichkeiten auf mehreren schultern zu verteilen und von selbstverständlichen demokratischen netzen abzusichern.

von allen, für alle – druck abbauen anstelle abgeben.

ich freue mich sehr auf euch, bin aber auch schon gespannt. unterstützt uns, ihr bekommt was zurück, ich bin überzeugt davon.

freitag, 1.4.22, 20uhr, society77, holzhausergasse 3/9a, 1020 Wien

2G, maske

https://www.society77.org/#veranstaltung

(unten findet sich der link zum YouTube – livestream)

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vorschau:

solo:

06.04.2022 loop, wien

14.04. tschuttisage ehrbar-saal, wien, tba

06.05.2022 little stage pub, 1050 wien, tba

mit band:

01.04.2022, 20 uhr, society77, holzhausergasse 3/9a, 1020 Wien

09.06.2022 – wien / arena open air / 25 jahre integrationshaus

es ist der bereich zwischen dem unfassbaren und dem normalen

liebe menschen,

ein newsletter seit längerer zeit.

einer, der auf meinen release am montag hinweisen sollte. auf ein lied, dass ich geschrieben habe, weil es geschrieben werden wollte – ein aktuelles lied.

jetzt hat mich die schreckliche aktualität der letzten tage überholt. und ich bleibe fassungslos zurück.

in der therapie gibt es situationen, in denen eine fassungslosigkeit mir anzeigen kann, dass ich jetzt hier stehenbleiben muss, um mich der situation, die mich fassungslos macht, zu widmen. diese befassung meinem gegenüber dann zur verfügung zu stellen, um möglichkeiten zu eröffnen, neuordnung anzustoßen – durch relation, durch das erleben des anderen, durch das teilen des erleben des anderen, durch das gemeinsame erleben und das dadurch neu entstehende eigene erleben.

meinem gefühl und meinem kopf raum und zeit geben, sich zu ordnen und das auch anzubieten und zu teilen.

das habe ich ganz aktuell in einer unglaublich hochwertigen einzelsupervision gelernt. brandaktuell.

danke #hedwigwölfl von #diemöwe!

es ist der bereich zwischen dem unfassbaren und dem normalen. es ist der übergang, dem ich dadurch, dass ich das unfassbare, das grausame, das übergriffige nicht einfach übergangslos und unfokussiert ins normale geleiten lasse, sondern ihm raum schaffe, überhaupt als solches wahrnehmbar zu werden. zu sehen und zu spüren, dass es in meinen bereich von normal nicht dazugehört.

mein neuer song beschäftigt sich mit den ziehenden und zerrenden kräften, die die letzten beiden jahre bei uns allen getriggert haben.

es beschäftigt sich mit der frage von individuation und von solidarität und welches welches bedingt, bedient oder befeuert.

relativieren halte ich für eines der wichtigsten tools, die wir menschen zur verfügung haben.

trotzdem wäre mir nie die idee gekommen, dass mein song nun durch diese letzten tage in europa so eine traurige und schreckliche relation erfahren wird.

vielleicht bewirkt diese neue relation, uns zu solidarisieren, klarer einordnen zu können, was gut ist und was nicht, wo grenzen sind, die wir verteidigen sollten und was freiheit und was frieden wirklich bedeutet. wieder mehr auf augenhöhe zu gehen, uns gegenseitig zuzuhören und ernst zu nehmen und uns als das sehen, was wir alle sind, menschen nämlich. nicht mehr und nicht weniger. menschen. das würde uns guttun.

daran glaube ich.

so, und jetzt: 

look at this absolutely greatestestestes video from the fantastic WOLFGANG MENSCHHORN.

he´s an artistic hero and put my words and sounds into marvelous graphics.

like, like, like and share!

es ist ein ganz tolles video!

der song selbst ist auf allen plattformen erhältlich. wenn nicht, bitte bescheid geben!

Und wenn ihr mich unterstützen wollt, kauft ihn auf bandcamp:

https://sibyllekefer.bandcamp.com/track/oa-zeit-2

und hier noch zwei tipps, in denen der song vorkommen wird:

1) FM4, MONTAG, 28.02.

HEARTBEAT (22-24) mit Robert Rotifer

Musik ist auch in diesen Zeiten nicht nur zum Ablenken da, wie Robert Rotifer feststellt, wenn er neue Songs wie die von Porridge Radio, DC Gore und Sibylle Kefer hört. Sie kann auch Trost und Solidarität vermitteln, ob mit Sarkasmus oder entwaffnender Offenheit.

2) „oa zeit“ hat es in den aktuellen kopfhörer des wunderbaren reinhold gruber geschafft, vielen dank!                                                                                                                                

https://www.nachrichten.at/kultur/musik/kopfhoerer-85-das-leben-kann-so-wunderbar-sein;art543,3586409

Bleiben Sie bitte stets gesund, bittet Sibylle Kefer in „Oa Zeit“, einem Lied zur ungewöhnlichen Zeit, in der tausende Situationen und Ängste zu einem ganz eigenartigen Miteinander oder besser gesagt Gegeneinander von Menschen geführt haben. Die Musikerin aus dem Salzkammergut mit Wahlheimat Wien wollte mit dem Song im coolen Beat und mit klaren Worten ein Statement setzen, wonach Solidarität nicht nur als Wort gelebt werden kann, sondern schwierige Zeiten auch eine Gesellschaft weiterentwickeln können. Dafür ist es aber notwendig, Lagerdenken zu verlassen, die Wut erst nicht aufkommen zu lassen, sondern sich gemeinsam einer Situation zu stellen, die man nicht einfach vom Tisch wischen kann. Jetzt wäre es nur wichtig, dass diese Botschaft von Sibylle Kefer viele hören würden.

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es gibt endlich wieder konzerte ❤️

ersteinmal nur in wien, es ist aber mehr in planung – haltet die daumen und begleitet uns!

ich spiele mit meinem neuen sibylle kefer trio (bass: sarah brait, schlagzeug: chris pruckner, stimme, gitarre: sibylle kefer):

  • 19.03.2022 im Studio 77, Stadtstudio, Holzhausergasse 3/9a, 1020 Wien
  • gäste: lisa lurger, christoph neubacher-kefer
  • 06.04.2022 – wien / loft
  • 09.06.2022 – wien / arena open air / 25 jahre integrationshaus

SOLO:

  • 06.05.2022 little stage pub, 1050 wien

2021

einerseits fokus auf qualitytime mit den kindern, um sie so gut als möglich in einer sie verunsichernden und fordernden zeit aufzufangen. viel arbeit und verunsicherung andererseits, ob und wie wir das schaffen können und dass ich mich selbst dabei nicht verliere.

musizieren und kreativ sein – meine wichtigsten intrinsischen kraftquellen – ich versuche sie mir vorsichtig weiterhin behutsam freizuschaufeln. und bäm, ja – ich bin immer wieder sehr müde.

aber ich komme zum durchatmen und finde zwischenräume und tanke neu und bin es mir wert – und siehe da: so wunderbare dinge, die 2021 auch passiert sind!

danke ihr alle, die ihr mir zugehört und feedback gegeben habt und da ward und drangeblieben seid! so kann man es schaffen.

danke @herbert_pixner & @herbert_pixner_projekt – diese arbeit, der umgang damit, die wertschätzung und selbstverständlichkeit mit meiner musik und mir war die wichtigste erfahrung und die größte kraftquelle dieses jahres mit den schönsten momenten!

danke @barbaraweissenbeck, es war so besonders, mit dir und der crew arbeiten zu dürfen! danke @romanbagner fürs an der hand nehmen und untertauchen!

danke #rainerkrispel für alles – dein ohr, dein verständnis, dein angebot, durch deine augen auf die dinge blicken und deine arbeit mit mir!

danke @ernstmolden und das frauenorchester für die kraftgebenden und einzigartigen livemomente. dafür, dass ich diese musik zum leben miterwecken darf jedes mal aufs neue und teil davon sein darf! danke, ernst, für deine musik und deine wunderbaren texte!

danke @medienmanufakturwien für eure unterstützung, euer dranbleiben und den glauben an mich und meine musik.

danke #jazzseminarschönbach für alles, viel davon das fussballspielen, das gemeinsame spüren und lernen, spielen, gestalten, @sixtuspreiss deine selbstverständliche weitergabe deines riesigen wissens- und kreativschatzes und könnens und das runterbrechen, damit ich es auch verstehe und mir was davon mitnehmen kann.

danke #ORF für das vertrauen in mich.

danke #familie

danke ihr wunderbaren musikerinnen* da draussen alle, die ihr nicht aufgebt, die ihr uns alle weiterhin bereichert mit euren so wichtigen und kraftgebenden kreationen! ihr seid super!

& danke wissenschaft.

liawa hoffnung jetzt auf allen plattformen erhältlich + merch

liebe menschen,

endlich – es ist soweit!„liawa hoffnung“, der song, den ich mit dem so wunderbaren herbert pixner und seinem herbert pixner projekt aufnehmen durfte, ist bereit. bereit zum downloaden und streamen auf allen möglichen plattformen, zum sich wünschen im radio und zum verschenken.passt so gut in diese zeit.

Ich hab mir auch einen kleinen merch überlegt und gestaltet, seht selbst:

https://www.zazzle.at/store/sierecords

wer noch nach einem passenden weihnachtsgeschenk sucht, ich finde, es ist ein hoffnungsfrohes. klickt euch durch! herzliche grüße und kommt gut durch die restliche vorweihnachtszeit!

alles liebe, sibylle

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von [url=https://www.zazzle.at/store/sierecords]sierecords[/url]
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liebe menschen,

das wichtigste für mich beim auftrag zum song „liawa hoffnung“ war, das vorgegebene thema „back together“ ernsthaft umsetzen zu können.

ich war der meinung, dass diese pandemie noch lange nicht vorbei sein würde und fand das thema an sich sehr herausfordernd. „back together“, wenn „back together“ so noch gar nicht wirklich möglich ist?

aber was wäre möglich? keinesfalls wollte ich an der pandemiebedingten ohnehin schon sehr vertieften spaltung der gesellschaft mitwirken. ebensowenig wollte ich einer verklärung oder verniedlichung nährboden bieten, was aus dem vorgegebenen thema und zum zeitpunkt der auftragstellung durchaus hätte fälschlicherweise impliziert werden können.

ich brauchte einen kleinsten gemeinsamen nenner, um den versuch starten zu können, eine brücke zu schlagen, eine verbindung herzustellen zwischen den sich abwendenden polen. hier meine gedanken, die schlussfolgerungen und deren umsetzung:

anhand der geschichte zweier individuen, die sich während der pandemie begegnen, werden themen und prozesse des pandemieverlaufs dargestellt. innere und äußere gegebenheiten werfen sowohl intra- und intersubjektive als auch gesamtgesellschaftliche fragen auf. diese werden konkret und auch zwischen den zeilen angeschnitten.

eine begegnung in einer unfassbaren zeit, die gewohntes verrückt und zu einer neuordnung und neuorientierung drängt. es gibt verbindendes und trennendes, und als brücke die haltung, der neuen situation mit einer ausbalancierten form von verschiedenen affekten wie angst, mut, gelassenheit usw. zu begegnen. durch ein gemeinsames tragen des unfassbaren wird es einerseits fassbarer und dadurch in seinem ausmaß auch sicht- und spürbarer, andererseits aushaltbarer und teilbar.

letztendlich kommt es zu einer konfrontation der frage nach der begegnung mit dem neuen unbekannten und der überprüfung altbekannter strategien – und – nach abwägen verschiedenster kriterien – zur neuerlichen einladung für die entscheidung hoffnung als anstrebbaren positiven zukunftsgedanken.